Tagaytay auf den Philippinen, mein jetziger Wohnort, ist in meinen Augen ein Paradies: nie kalt, trotzdem - aufgrund seiner Höhenlage (die Stadt liegt mehr als 600 m über dem Meeresspiegel) - aber auch weniger schwülheiß als die meisten anderen Orte Südostasiens, mit atemberaubendem Blick auf den Taalsee (samt zugehörigem Vulkan, dessen Ascheemissionen für fruchtbaren Boden sorgen), umgeben von wunderschönen Landschaften und sich häufig am Himmel bildenden fantastischen Wolkenformationen.
Leider zieht das naturgemäß Menschen an, Hotels, Wohngebiete und Einkaufszentren werden errichtet, Touristen und Einheimische verunstalten die Gegend mit ihrem rücksichtslos in der Natur zurückgelassenem Müll und die Hauptzufahrtsstraße nach Tagaytay ist oft völlig hoffnungslos verstopft.
Deshalb suche ich immer wieder ganz bewusst nach ruhigen Plätzen und wenig genutzten Wegen, um die Schönheit Tagaytays ungestört von zu vielen Menschen, lauten Motorrädern und Autos genießen zu können. Ich sollte anmerken, dass es in Südostasien leider nur wenige Spazier-, Wanderwege oder zum Betrachten der Natur aufgestellte Bänke gibt: Die Menschen dort laufen, wenn sie müssen, weil sie irgendeine Aufgabe zu erledigen haben und gerade kein Motorrad zur Verfügung steht, aber nicht als genussvolles Hobby, wie es in Europa eine seit langem gepflegte Tradition darstellt. Die meisten Menschen interessieren sich auch nicht wirklich für die Natur, die bestenfalls als 'Instagram-taugliche' Kulisse ihrer Selfies dient. :-)
Nichtsdestotrotz finden sich im eher ländlichen Tagaytay doch immer wieder zum Spazierengehen geeignete, gut versteckte Pfade und weniger stark von Fahrzeugen frequentierte Straßen.
Die Bilder eines dieser Spaziergänge möchte ich heute präsentieren. Ich hoffe, die Fotos können etwas von der Entspannten während dieser kleinen 'Wanderung' herrschenden Atmosphäre vermitteln - ich wünsche viel Spaß beim Betrachten!