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    RE: Das leise Tagaytay: Spaziergänge abseits ausgetretener Pfade

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    (71)in#deutsch•

    Welch interessante Eigenschaften – nachtaktiv, morgens gerne länger schlafen, wärmeliebend, ein eher grüblerisches Gemüt … das kommt mir alles ziemlich vertraut vor 🙂

    Deinen Vergleich PH–DE habe ich mit großem Interesse gelesen. Eine tolle Gegenüberstellung, vor allem mit den Kategorien und der Punktevergabe. Das 7:3 ist schon ein klares Ergebnis und spiegelt deine Zufriedenheit mit diesem mutigen Schritt gut wider.

    Für deine Tochter ist das sicher auch eine wertvolle Lebenserfahrung – Sprache, Kultur, Offenheit. Und so, wie du es beschreibst, kommt sie damit sehr gut zurecht. Im Gegenteil: Sie scheint freier aufzuwachsen, mit weniger Druck im Bildungssystem und mit einem Vater, der Wissen weitergibt und Neugier fördert. Spielerisch lernen, Freiheit zulassen, Bewusstsein entwickeln – das klingt sehr stimmig.

    Was das Umweltbewusstsein betrifft: So wie du es schilderst, fehlt oft einfach das Bewusstsein für die Folgen. Dazu gehört auch, dass ohne viel Nachdenken Gifte in die Umwelt gesprüht werden – etwas, das es bei uns früher ja genauso gab. Laute Motorräder, laute Musik, alles liegen lassen, „irgendwer räumt schon auf“ (oft ich 😉) – vieles davon kenne ich noch gut. Hier hat sich zum Glück einiges verändert.

    Ich glaube, dass dieser Wandel auch in deiner neuen Heimat möglich ist. Auf meinen Reisen habe ich viel Entwicklung erlebt, deshalb bin ich da recht optimistisch. Und manches lässt sich eben nicht allein durch Regeln oder Verbote verändern – Bewusstsein wächst vor allem durch Erfahrung und Zeit.

    Vielleicht ist das ja auch eine schöne Herausforderung für dich 😉 Ein Freund von mir hat auf einer kleinen Insel bei Taiwan eine Schule aufgebaut und sein Umfeld ist heute mehr oder weniger sauber– einfach, weil jemand angefangen hat, Verantwortung zu übernehmen und andere mitzunehmen.

    ·in#deutsch·by
    (71)
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    • jaki01 profile picture
      jaki01 profile picture(76)

      Vielleicht ist das ja auch eine schöne Herausforderung für dich

      Ich tue da schon das ein oder andere:

      • Ich sammle z. B. Plastikmüll in unserer Subdivision auf.
      • Auf meine Anregung hin wurden mehr Mülleimer aufgestellt.
      • Ich habe die zur Schädlingsbekämpfung eingesetzten Chemikalien erfragt, begründet, weshalb ich sie für bedenklich halte, und eine Liste mit umweltverträglicheren Alternativen ans Management geschickt.
      • Vorgeschlagen, mehr Blütenpflanzen zu pflanzen, um nützlichen Insekten wie Bienen und Schmetterlingen mehr Nahrung zur Verfügung zu stellen.
      • Nachgefragt, ob auf den Condo-Flachdächern der Betrieb von Solaranlagen erlaubt werden würde (habe noch keine endgültige Antwort erhalten).

      Man sollte die Vorschläge halt so unterbreiten, dass sie nicht zu belehrend oder besserwisserisch rüberkommen - auf die Formulierung kommt es an (nicht "Ihr solltet...", sondern, "Vielleicht gäbe es ja die Möglichkeit..."). :-)

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      • vanje profile picture
        vanje profile picture(71)

        Wow, das ist wirklich beeindruckend – da tust du ja schon eine ganze Menge. Vom Müllsammeln über mehr Mülleimer bis hin zu Chemikalien, Blütenpflanzen und Solarideen: Das ist gelebte Verantwortung und kein bloßes Reden über Umwelt.

        Man sollte die Vorschläge halt so unterbreiten

        Ja. Veränderung entsteht oft nicht durch Druck, sondern durch Einladung und Dialog. Dein Ansatz zeigt, wie viel man mit Respekt, Geduld und kluger Sprache bewegen kann. Genau so wächst langfristig etwas – Schritt für Schritt.

        auf die Formulierung kommt es an

        Daran versuche ich mich in meinen Texten auch zu orientieren. Am Ende geht es ja nicht darum, zu belehren, sondern Bewusstsein zu schaffen.

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